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| September 2003 - Slash (Magazin auf deutsch--------------------------> en français
Otto Kohler |
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Otto Kohler, 55, arbeitet als freier Grafiker und Maler im Aargau. Hauptsächlich ist er für Printmedien, für das Internet und als Illustrator tätig. Kürzlich hat er etwa dem Express und dem Impartial in Neuenburg ein Re-Design verpasst. Seine Arbeiten kann man auf www.ocolere.ch und www.bannershop.ch anschauen.
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Wie lange sind Sie schon Grafiker?
«Seit acht Jahren; alles ist sehr langsam gegangen.» Wie gross ist der Anteil der Arbeit am Computer bei Ihrer Tätigkeit? «Er ist enorm gross. Ich arbeite auf einem Mac mit Tablett und Stylet-Zeichenstift. Ich brauche aber auch Pinsel und Bleistift und scanne dann die Arbeit ein, um sie zu korrigieren, zu verbessern, optimal zu quadrieren usw.» Auf Ihrer Internet-Site zeigen Sie einen Teil Ihrer Arbeiten. Hat Ihnen das auch neue Kunden gebracht? «Ja, aber die meisten Kunden lerne ich über persönliche Kontakte und Empfehlungen kennen. Meine Site ist vor allem eine Visitenkarte für mein Atelier. So können sich potentielle Kunden eine Bild davon machen, was ich tue. So braucht es weniger lange Gespräche, weniger Fahrten und vergängliche Druckerzeugnisse.» Wie gross ist der Anteil, der aus dem Internet entspringt? «Ein rechter Teil; fast alles was ich tue, verschicke ich auch per Internet. Die Briefings erhalte ich normalerweise als PDF oder auch als gewöhnliches Mail. Der zwischenmenschliche Kontakt geht dabei nicht verloren.» Finden Sie im Internet auch neue Quellen der Inspiration? «Aber sicher, ich interessiere mich sehr stark dafür, was es an neuen Technologien gibt.» Hat das Internet Ihre Arbeit als Grafiker auch verändert? Der Einfluss auf die Geschwindigkeit, mit der man eine Idee visualisieren und umsetzen kann, ist enorm, das gilt vor allem für die Adobe-Programme. Wenn man sie beherrscht, so kann man seine schöpferischen Ideen voll zur Geltung bringen. Die Ideen selbst entspringen aber dem Hirn und nicht dem Computer.» «Welche Bedeutung kommt dem Internet in der heutigen Grafik zu?» Ohne Internet gäbe es heute keine Grafiker mehr. Alle Informationen müssen zunächst in Form gebracht werden, damit sie auf einfache und ansprechende Art sicht- und lesbar werden. Man muss rasch das Gesuchte finden. Alles ist mit einander verlinkt, der Beruf hat sich völlig verändert.» Und wie sieht die Zukunft Ihres Berufs aus? «Ich glaube, dass das Internet Menschen in armen Ländern zu Arbeit verhilft. Ich könnte mir vorstellen, dass eine neue Schweizer Sonntagszeitung beispielsweise in Bombay gefertigt wird. Die produzierte Zeitung wird dann einfach digital an die Druckerei geliefert. Da kann wirklich die Post abgehen.» Welchen Rat haben Sie für angehende Grafiker? «Arbeiten, die Handbücher genau studieren, neue Funktionen ausprobieren. Flüchtige Modetrends auslassen. Eine gute Arbeit erkennt man immer. Man muss seine Arbeit lieben und mit seiner Zeit nicht geizen.» Interview für SLaSh von Robert MARTI© |
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